Hammer Wohnungsmarkt – Immobilien für Hamm & Umgebung
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Warme Wohngebiete in Hamm: Wo Sie Heizkosten sparen

Warme Wohngebiete profitieren von Fernwärme, guter Dämmung und geschützter Lage. Erfahren Sie, welche Stadtteile in Hamm besonders energieeffizient sind und wie Sie beim Wohnen Heizkosten sparen.

Was macht ein Wohngebiet "warm"?

Als "warme Wohngebiete" werden Quartiere bezeichnet, in denen Mieter und Eigentümer überdurchschnittlich niedrige Heizkosten haben. Mehrere Faktoren tragen dazu bei:

  • Fernwärme-Anschluss: Zentrale Wärmeversorgung ist oft günstiger als dezentrale Heizungen
  • Baustandard: Neubauten und sanierte Altbauten mit moderner Dämmung
  • Geschützte Lage: Windgeschützte Lagen reduzieren Wärmeverluste
  • Kompakte Bebauung: Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser verlieren weniger Wärme als freistehende Gebäude
  • Südausrichtung: Passive Solargewinne durch große Südfenster

In Hamm spielen besonders die Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke und der Gebäudebestand eine zentrale Rolle bei den Heizkosten.

Fernwärme-Versorgung in Hamm

Die Stadtwerke Hamm betreiben ein Fernwärmenetz, das mehrere Stadtteile mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Besonders gut ausgebaut ist die Fernwärme-Infrastruktur in:

Hamm-Mitte

Die Innenstadt profitiert vom dichtesten Fernwärmenetz. Viele Mehrfamilienhäuser zwischen Bahnhof und Kurpark sind angeschlossen. Die zentrale Lage ermöglicht kurze Wege und reduziert zusätzlich Pendelkosten.

Herringen

Durch die Nähe zum Kraftwerk Westfalen ist Herringen traditionell gut mit Fernwärme versorgt. Besonders die Wohngebiete südlich der Werler Straße verfügen über moderne Anschlüsse.

Pelkum

In Pelkum wurden in den letzten Jahren mehrere Neubaugebiete mit Fernwärme erschlossen. Die Siedlungen am Jahnplatz und rund um die Ostwennemarstraße gehören zu den energieeffizientesten Quartieren Hamms.

Stadtteile mit modernem Gebäudebestand

Heessen-Süd

Die Neubaugebiete in Heessen-Süd, insbesondere rund um den Selbachpark, wurden nach aktuellen Energiestandards errichtet. Hier finden Sie überwiegend KfW-Effizienzhäuser mit sehr niedrigen Heizkosten. Die Wohnungen erfüllen oft KfW-55- oder KfW-40-Standard.

Werries

Werries hat in den vergangenen Jahren eine umfangreiche Modernisierungswelle erlebt. Viele Mehrfamilienhäuser aus den 1960er und 1970er Jahren wurden energetisch saniert. Die Siedlungen zwischen Amelandsbrücke und Werries-Nord bieten oft sanierte Wohnungen mit Wärmedämmverbundsystemen.

Rhynern

Der Stadtteil Rhynern punktet mit vielen Neubauten der letzten 15 Jahre. Die kompakte Bauweise und moderne Heizsysteme (Wärmepumpen, Pelletheizungen) sorgen für niedrige Nebenkosten. Besonders die Wohngebiete am Ostfeld zeichnen sich durch zeitgemäße Energiekonzepte aus.

Geschützte Lagen und Mikroklima

Die geografische Lage beeinflusst die Heizkosten erheblich:

Windgeschützte Quartiere:

  • Bockum-Hövel-Süd: Geschützt durch die Lippeniederung
  • Uentrop-Kernbereich: Eingebettet zwischen Lippe und Datteln-Hamm-Kanal
  • Kurpark-Umfeld in Hamm-Mitte: Baumbestand als natürlicher Windschutz

Höhenlagen (höhere Heizkosten):

  • Teile von Mark und Westtünnen liegen exponierter und sind windanfälliger
  • Freistehende Gebäude in Außenbereichen haben generell höhere Wärmeverluste

Energetische Sanierungsgebiete

Die Stadt Hamm hat mehrere Sanierungsgebiete ausgewiesen, in denen Eigentümer Fördermittel für energetische Modernisierungen erhalten. Wohnungen in diesen Gebieten werden kontinuierlich "wärmer":

  • Nördliche Innenstadt: Umfangreiches Sanierungsprogramm für Gründerzeit-Altbauten
  • Herringen-Kern: Modernisierung der Nachkriegsbebauung
  • Bockum-Hövel-West: Quartierssanierung mit Fokus auf Energieeffizienz

Mieter sollten bei der Wohnungssuche gezielt nach sanierten Objekten in diesen Gebieten fragen.

Heizkosten im Vergleich: Zahlen aus dem Hammer Mietspiegel

Laut aktuellem Mietspiegel variieren die durchschnittlichen Heizkosten in Hamm erheblich:

  • Fernwärme-Wohnungen (Neubau): ca. 0,80–1,20 €/m² monatlich
  • Gasheizung (sanierter Altbau): ca. 1,20–1,80 €/m² monatlich
  • Ölheizung (unsanierter Altbau): ca. 1,80–2,50 €/m² monatlich
  • Wärmepumpe (Neubau): ca. 0,60–1,00 €/m² monatlich

Bei einer 70 m² Wohnung macht das einen Unterschied von bis zu 1.680 € pro Jahr zwischen einem energieeffizienten Neubau und einem unsanierten Altbau.

Worauf Sie bei der Wohnungssuche achten sollten

Um ein "warmes" Zuhause zu finden, prüfen Sie folgende Punkte:

  1. Energieausweis anfordern: Achten Sie auf den Endenergiebedarf (unter 100 kWh/m²a ist gut)
  2. Heizungsart erfragen: Fernwärme und Wärmepumpen sind meist günstiger als Öl oder alte Gasheizungen
  3. Baujahr und Sanierungsstand: Neubauten ab 2002 oder sanierte Altbauten bevorzugen
  4. Lage der Wohnung: Mittelwohnungen in Mehrfamilienhäusern sind wärmer als Eckwohnungen
  5. Fensterqualität: Dreifachverglasung spart deutlich Heizkosten
  6. Vorauszahlungen prüfen: Vergleichen Sie die Heizkostenvorauszahlungen mit ähnlichen Wohnungen

Fördermöglichkeiten für Mieter und Eigentümer

Wer in Hamm eine Wohnung energetisch verbessern möchte, kann verschiedene Förderungen nutzen:

Für Eigentümer:

  • KfW-Förderung für Einzelmaßnahmen (BEG)
  • BAFA-Zuschüsse für Heizungstausch
  • Städtische Beratungsangebote über die Klimaschutzagentur

Für Mieter:

  • Wohngeld berücksichtigt Heizkosten
  • Energieberatung der Verbraucherzentrale in Hamm (Oststraße)

Zukunftsperspektive: Neue warme Quartiere

Mehrere Neubaugebiete in Hamm werden in den kommenden Jahren nach höchsten Energiestandards entwickelt:

  • Quartier am Bahnhof: Innenstadtnahes Wohnen mit zentraler Wärmeversorgung
  • Erweiterung Heessen-Süd: Weitere KfW-Effizienzhäuser geplant
  • Konversionsflächen: Ehemalige Gewerbegebiete werden zu modernen Wohnquartieren

Diese Projekte werden den Anteil energieeffizienter Wohnungen in Hamm deutlich erhöhen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Stadtteile in Hamm haben die niedrigsten Heizkosten?

Besonders niedrige Heizkosten finden Sie in Heessen-Süd, Pelkum (Neubaugebiete), Rhynern und in fernwärmeversorgten Bereichen von Hamm-Mitte und Herringen. Neubauten und umfassend sanierte Altbauten sind hier besonders günstig.

Ist Fernwärme in Hamm günstiger als Gas?

Fernwärme ist in Hamm oft günstiger als dezentrale Gasheizungen, insbesondere bei älteren Heizungsanlagen. Der Vorteil: keine Wartungskosten für eigene Heizung, keine Schornsteinfegergebühren und stabiler Preis durch langfristige Verträge.

Wie erkenne ich eine energieeffiziente Wohnung?

Achten Sie auf den Energieausweis: Werte unter 100 kWh/m²a sind gut, unter 50 kWh/m²a sehr gut. Neubauten sollten mindestens KfW-55-Standard erfüllen. Fragen Sie nach Baujahr, letzter Sanierung und Heizungsart.

Sind Altbauwohnungen in Hamm grundsätzlich teurer im Verbrauch?

Nicht zwingend. Viele Altbauten in Hamm wurden energetisch saniert und haben dann ähnliche Verbrauchswerte wie Neubauten. Entscheidend ist der Sanierungsstand: gedämmte Fassade, neue Fenster und moderne Heizung machen den Unterschied.

Welche Wohnlage spart zusätzlich Heizkosten?

Mittelwohnungen in Mehrfamilienhäusern sind wärmer als Eckwohnungen oder Dachgeschosse. Wohnungen mit Südausrichtung profitieren von passiver Solarenergie. Windgeschützte Lagen (z. B. Bockum-Hövel-Süd, Uentrop) reduzieren Wärmeverluste.

Lohnt sich eine teurere Miete für niedrigere Heizkosten?

In vielen Fällen ja. Rechnen Sie die Gesamtkosten (Kaltmiete + Heizkosten): Eine 70 m² Wohnung kann in einem Neubau trotz 1 €/m² höherer Kaltmiete günstiger sein als ein unsanierter Altbau, wenn Sie monatlich 100–150 € Heizkosten sparen.

Wo finde ich Beratung zu Heizkosten in Hamm?

Die Verbraucherzentrale NRW in Hamm (Oststraße 38) bietet Energieberatung an. Auch die Stadtwerke Hamm informieren über Fernwärme-Anschlüsse. Die städtische Klimaschutzagentur berät zu Fördermitteln und Sanierungsmaßnahmen.