Grundstück kaufen in Hamm: Bauland, Preise und worauf Käufer achten sollten
Bauland in Hamm wird knapper und teurer. Dieser Ratgeber zeigt, wo Grundstücke verfügbar sind, was sie kosten und worauf du beim Kauf achten solltest.
Grundstück kaufen in Hamm: Bauland, Preise und worauf Käufer achten sollten
Der Kauf eines Grundstücks ist für viele Menschen der erste Schritt zum eigenen Traumhaus. In Hamm (Westfalen) steigt die Nachfrage nach Bauland kontinuierlich, während das Angebot begrenzt ist. Wer ein Grundstück in Hamm erwerben möchte, sollte sich daher gut informieren: über aktuelle Preise, verfügbare Baugebiete, rechtliche Rahmenbedingungen und die Besonderheiten einzelner Stadtteile.
Dieser Ratgeber gibt einen umfassenden Überblick über den Grundstücksmarkt in Hamm, nennt konkrete Preisspannen und erklärt, worauf du beim Grundstückserwerb unbedingt achten solltest.
Aktuelle Grundstückspreise in Hamm
Die Preise für Bauland in Hamm variieren je nach Lage, Größe, Erschließungsgrad und Stadtteil erheblich. Im Durchschnitt bewegen sich die Quadratmeterpreise für erschlossene Wohnbaugrundstücke zwischen 150 und 300 Euro.
Preisspannen nach Lage
In zentralen und gefragten Lagen wie Hamm-Mitte, Bad Hamm und Kurpark liegen die Preise bei 250 bis 350 Euro pro Quadratmeter. In Heessen zahlst du in zentralen Bereichen 200 bis 280 Euro, in beliebten Wohnlagen von Bockum-Hövel zwischen 180 und 260 Euro.
Mittlere Preislagen findest du in Pelkum und Herringen mit 150 bis 220 Euro pro Quadratmeter. In Rhynern und Uentrop werden 140 bis 210 Euro fällig, in Werries und Braam-Ostwennemar 140 bis 200 Euro.
Günstigere Randlagen bieten Norddinker und Süddinker mit 120 bis 180 Euro pro Quadratmeter. In Allen und Westtünnen zahlst du 110 bis 170 Euro, in Sandbochum und Weetfeld 100 bis 160 Euro.
Diese Preise gelten für voll erschlossene Grundstücke in Wohngebieten. Unerschlossene oder teilerschlossene Grundstücke sind entsprechend günstiger, verursachen aber zusätzliche Kosten.
Wo gibt es Bauland in Hamm?
Die Verfügbarkeit von Baugrundstücken ist in Hamm stadtteilabhängig. Einige Gebiete verfügen über aktive Neubaugebiete, während in anderen Stadtteilen hauptsächlich Baulücken oder Nachverdichtungen möglich sind.
Stadtteile mit Neubaugebieten
Rhynern hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Standort für Familien entwickelt. Mehrere kleinere Baugebiete bieten noch Grundstücke, insbesondere in Osttünnen und Westtünnen.
Der östliche Stadtbezirk Uentrop bietet ländliches Wohnen mit guter Verkehrsanbindung. In Ortsteilen wie Frielinghausen und Schmehausen entstehen regelmäßig neue Baugebiete.
In Bockum-Hövel werden besonders in Hövel und am Stadtrand von Bockum vereinzelt Neubaugebiete ausgewiesen.
In Pelkum gibt es in Wiescherhöfen und Lohauserholz kleinere Entwicklungsgebiete mit familienfreundlichem Charakter.
Baulücken und Nachverdichtung
In zentrumsnahen Stadtteilen wie Hamm-Mitte, Heessen und Bad Hamm sind größere Neubaugebiete selten. Hier dominieren Baulücken, Abriss-Neubau-Projekte und die Teilung größerer Grundstücke.
Erschließungsgrad: Voll erschlossen oder Rohbauland?
Beim Grundstückskauf ist der Erschließungsgrad entscheidend für die tatsächlichen Gesamtkosten.
Voll erschlossene Grundstücke
Ein voll erschlossenes Grundstück verfügt über Straßenanbindung mit befestigter Zufahrt, Wasser- und Abwasseranschluss, Stromanschluss, Gasanschluss (falls vorhanden) und Telekommunikationsanschluss. Diese Grundstücke sind sofort bebaubar. Die Erschließungskosten sind im Kaufpreis enthalten oder bereits über Erschließungsbeiträge abgegolten.
Teil- oder unerschlossene Grundstücke
Günstigere Grundstücke ohne vollständige Erschließung erfordern zusätzliche Investitionen. Erschließungsbeiträge liegen bei 50 bis 150 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Hausanschlüsse kosten je nach Entfernung 5.000 bis 15.000 Euro. Straßenausbaubeiträge variieren nach Satzung der Stadt Hamm.
Fordere beim Verkäufer oder der Stadt Hamm eine detaillierte Auskunft über noch offene Erschließungsbeiträge an.
Bebauungsplan und Bauvorschriften prüfen
Jedes Baugrundstück unterliegt den Vorgaben des jeweiligen Bebauungsplans. Diese Pläne legen fest: die Art der baulichen Nutzung (zum Beispiel reines Wohngebiet oder Mischgebiet), das Maß der baulichen Nutzung (Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Gebäudehöhe), die Bauweise (offen, geschlossen, Haustyp), die überbaubare Grundstücksfläche (Baugrenzen, Baulinien), Dachform und -neigung sowie die Stellplatzpflicht.
Wo erhalte ich Bebauungspläne?
Bebauungspläne kannst du online im Geoportal der Stadt Hamm einsehen, persönlich bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde der Stadt Hamm oder beim Stadtplanungsamt (Abteilung Bauleitplanung).
Prüfe den Bebauungsplan vor dem Grundstückskauf, um sicherzustellen, dass dein Bauvorhaben realisierbar ist.
Bodenbeschaffenheit und Altlasten
Die Bodenbeschaffenheit hat erheblichen Einfluss auf die Baukosten.
Bodengutachten
Ein Bodengutachten (Baugrunduntersuchung) klärt die Tragfähigkeit des Bodens, den Grundwasserspiegel, die erforderliche Gründungsart (Streifenfundament, Bodenplatte, Pfähle) und die Versickerungsfähigkeit (relevant für Regenwasser). Die Kosten liegen bei 1.000 bis 2.500 Euro, abhängig von Grundstücksgröße und Untersuchungstiefe.
Altlastenverdacht
In Hamm gibt es aufgrund der industriellen Vergangenheit einige Flächen mit möglichen Altlasten. Besonders in ehemaligen Gewerbegebieten oder in der Nähe stillgelegter Zechen wie der Zeche Sachsen solltest du eine Altlastenauskunft einholen.
Die Untere Bodenschutzbehörde der Stadt Hamm gibt Auskunft über bekannte Altlastenverdachtsflächen.
Grundstücksgröße: Wie viel Fläche brauche ich?
Die optimale Grundstücksgröße hängt von deinem Bauvorhaben und persönlichen Bedürfnissen ab.
Richtwerte nach Haustyp
Für ein Reihenhaus benötigst du 150 bis 250 m², für eine Doppelhaushälfte 250 bis 400 m², für ein freistehendes Einfamilienhaus 400 bis 800 m² und für einen Bungalow 500 bis 1.000 m² (größere Grundfläche erforderlich).
Grundflächenzahl beachten
Der Bebauungsplan gibt die Grundflächenzahl (GRZ) vor. Bei einer GRZ von 0,4 darfst du 40 % der Grundstücksfläche bebauen.
Ein Beispiel: Bei 500 m² Grundstücksfläche und GRZ 0,4 sind 200 m² überbaubar (inklusive Garage, Terrasse etc.).
Lage und Infrastruktur bewerten
Die Lage entscheidet nicht nur über den aktuellen Preis, sondern auch über die langfristige Wertentwicklung.
Wichtige Standortfaktoren
Bei der Verkehrsanbindung solltest du auf die Entfernung zu Autobahnanschlüssen (A1, A2), die ÖPNV-Anbindung (Bus, Bahnhof) und Pendelzeiten nach Dortmund, Münster oder Unna achten.
Zur Nahversorgung gehören Supermärkte, Ärzte und Apotheken in der Nähe, Schulen und Kindergärten (besonders für Familien) sowie Freizeitmöglichkeiten.
Das Wohnumfeld umfasst Lärmbelastung durch Straßen, Gewerbe oder Bahnlinien, Grünflächen und Naherholungsgebiete sowie Nachbarschaft und Sozialstruktur.
Stadtteile im Vergleich
Familienfreundlich mit guter Infrastruktur sind Rhynern, Bockum-Hövel und Heessen. Zentral mit kurzen Wegen liegen Hamm-Mitte, Bad Hamm und Hamm-Westen. Ländlich und ruhig sind Uentrop, Allen und Berge.
Kaufprozess: Vom Angebot bis zum Notartermin
1. Grundstückssuche
Grundstücke findest du über Immobilienportale und lokale Plattformen, Makler mit Spezialisierung auf Bauland, die Stadt Hamm (städtische Grundstücke) oder private Verkäufer.
2. Grundstück besichtigen
Prüfe vor Ort den Zuschnitt und die Hanglage, Zufahrtsmöglichkeiten, die Bebauung der Nachbargrundstücke und die aktuelle Nutzung (Bewuchs, Bebauung).
3. Unterlagen prüfen
Wichtige Unterlagen sind der Grundbuchauszug (Eigentumsverhältnisse, Lasten, Grundschulden), die Flurkarte (exakte Grenzen), der Bebauungsplan, die Erschließungsbestätigung und die Altlastenauskunft.
4. Finanzierung sichern
Banken finanzieren Grundstück und Bau meist gemeinsam. Kläre vorab die Eigenkapitalquote (mindestens 20 bis 30 % empfohlen), den Kreditrahmen und Bereitstellungszinsen (das Grundstück wird oft vor Baubeginn gekauft).
5. Kaufvertrag und Notar
Der Grundstückskauf muss notariell beurkundet werden. Der Notar prüft Unterlagen, erstellt den Kaufvertrag, veranlasst die Grundbucheintragung und überwacht die Kaufpreiszahlung. Die Notarkosten betragen circa 1,5 bis 2 % des Kaufpreises.
6. Grunderwerbsteuer
In Nordrhein-Westfalen beträgt die Grunderwerbsteuer 6,5 % des Kaufpreises. Sie wird nach Beurkundung vom Finanzamt festgesetzt.
Nebenkosten beim Grundstückskauf
Neben dem Kaufpreis fallen weitere Kosten an:
| Position | Kosten |
|---|---|
| Grunderwerbsteuer | 6,5 % |
| Notarkosten | 1,5–2 % |
| Grundbucheintrag | 0,5 % |
| Maklerprovision (falls) | 3,57 % (inkl. MwSt.) |
| Bodengutachten | 1.000–2.500 € |
| Vermessung | 1.000–3.000 € |
Bei einem Kaufpreis von 150.000 Euro ergibt sich folgende Beispielrechnung: Grunderwerbsteuer 9.750 Euro, Notar plus Grundbuch 3.000 Euro, Bodengutachten 1.500 Euro. Insgesamt fallen circa 14.250 Euro Nebenkosten an.
Fördermöglichkeiten und Zuschüsse
Beim Grundstücks- und Hauskauf kannst du verschiedene Förderprogramme nutzen.
KfW-Förderung
Die KfW 297, 298 Klimafreundlicher Neubau bietet zinsgünstige Kredite für energieeffiziente Neubauten. Voraussetzung sind Effizienzhaus-Standard und Nachhaltigkeitszertifizierung.
NRW.BANK
Das Programm NRW.BANK.Wohneigentum bietet Ergänzungsdarlehen für selbstgenutztes Wohneigentum. Beachte die Einkommensgrenzen.
Baukindergeld (ausgelaufen)
Das Baukindergeld kann nicht mehr beantragt werden. Prüfe aktuelle Landesprogramme.
Städtische Programme
Die Stadt Hamm vergibt gelegentlich Grundstücke zu vergünstigten Konditionen an Familien. Informationen erhältst du beim Liegenschaftsamt.
Worauf du beim Grundstückskauf besonders achten solltest
Checkliste für Käufer
Prüfe den Bebauungsplan: Ist dein Bauvorhaben zulässig? Kläre die Erschließung: Welche Kosten kommen noch? Sieh das Grundbuch ein: Gibt es Lasten oder Wegerechte? Beauftrage ein Bodengutachten: Ist der Baugrund tragfähig? Schließe Altlasten aus, besonders bei ehemaligen Gewerbeflächen. Lass die Grenzen vermessen: Eine amtliche Vermessung sichert dein Eigentum. Erkunde die Nachbarschaft: Besuche das Grundstück mehrfach. Identifiziere Lärmquellen wie Straßen, Gewerbe oder Flugverkehr. Bewerte die Infrastruktur: Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten. Prüfe das Wertsteigerungspotenzial: Wie entwickelt sich der Stadtteil?
Typische Fallstricke vermeiden
Zu kleine Grundstücke können problematisch sein. Achte auf ausreichend Abstandsflächen zu Nachbargrundstücken. Die Landesbauordnung NRW schreibt Mindestabstände vor.
Eine Hanglage wird oft unterschätzt. Grundstücke in Hanglage erfordern aufwendigere und teurere Gründungen sowie Geländemodellierungen.
Wegerechte werden leicht übersehen. Im Grundbuch eingetragene Wegerechte können die Nutzung einschränken. Lass dir diese genau erklären.
Leitungsrechte für Ver- und Entsorgungsleitungen Dritter können die Bebaubarkeit einschränken.
Geschützte Bäume darfst du nicht ohne Genehmigung fällen. Kläre dies vor dem Kauf mit der Unteren Naturschutzbehörde.
Grundstücksmarkt in Hamm: Trends und Ausblick
Der Grundstücksmarkt in Hamm ist seit Jahren von steigender Nachfrage und begrenztem Angebot geprägt. Die Preise sind in den letzten zehn Jahren um durchschnittlich 40 bis 60 % gestiegen, abhängig vom Stadtteil.
Aktuelle Entwicklungen
Die Stadt setzt auf Nachverdichtung statt Flächenverbrauch. Kleinere Neubaugebiete in Randlagen werden erschlossen. Bauträger kaufen zunehmend Grundstücke auf, was den Konkurrenzdruck erhöht. Die Anforderungen an Energieeffizienz steigen und beeinflussen die Baukosten.
Prognose
Experten erwarten eine Stabilisierung der Preise auf hohem Niveau. Starke Preisrückgänge sind unwahrscheinlich, da die Nachfrage nach Wohneigentum im Raum Hamm weiterhin hoch bleibt.
Alternativen zum Grundstückskauf
Wenn der Grundstückskauf zu teuer oder zu aufwendig erscheint, gibt es Alternativen.
Erbbaurecht
Du pachtest das Grundstück langfristig (meist 99 Jahre) und zahlst einen jährlichen Erbbauzins. Das Haus gehört dir, das Grundstück dem Erbbaurechtsgeber (oft Stadt, Kirche, Stiftung).
Vorteile sind der geringere Kapitaleinsatz und dass die Grunderwerbsteuer auf den Grundstücksanteil entfällt. Nachteile sind laufende Erbbauzinsen, eingeschränkte Verfügbarkeit und komplexere Finanzierung.
Haus mit Grundstück kaufen
Der Kauf einer Bestandsimmobilie mit Grundstück kann wirtschaftlicher sein als Neubau, besonders wenn Sanierung statt Abriss möglich ist.
Bauträger-Projekte
Bauträger bieten schlüsselfertige Häuser inklusive Grundstück an. Sie übernehmen Planung, Genehmigung und Bau.
Fazit: Gut vorbereitet zum eigenen Grundstück
Der Kauf eines Grundstücks in Hamm erfordert sorgfältige Planung und gründliche Prüfung. Die Preisspanne ist groß: von unter 100 Euro pro Quadratmeter in ländlichen Randlagen bis über 300 Euro in Top-Lagen. Entscheidend sind Lage, Erschließung und Bebaubarkeit.
Nimm dir Zeit für die Grundstückssuche, prüfe alle relevanten Unterlagen und hole fachkundigen Rat ein. Ein Bodengutachten und die Prüfung des Bebauungsplans sind unverzichtbar. Die Nebenkosten von etwa 10 bis 15 % des Kaufpreises solltest du einkalkulieren.
Mit der richtigen Vorbereitung findest du in Hamm das passende Grundstück für dein Bauvorhaben, ob in zentraler Lage mit kurzen Wegen oder im Grünen mit viel Platz für die Familie.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein Grundstück in Hamm durchschnittlich?
Die Quadratmeterpreise für erschlossene Wohnbaugrundstücke liegen in Hamm zwischen 100 und 350 Euro. In zentralen Lagen wie Hamm-Mitte oder Bad Hamm zahlst du 250 bis 350 Euro/m², in Randlagen wie Allen oder Süddinker 100 bis 180 Euro/m². Der Durchschnittspreis liegt bei etwa 180 bis 220 Euro/m².
Wo finde ich Baugrundstücke in Hamm?
Baugrundstücke findest du auf Immobilienportalen, über Makler, direkt bei der Stadt Hamm (Liegenschaftsamt) oder durch private Verkäufer. Aktive Neubaugebiete gibt es besonders in Rhynern, Uentrop, Pelkum und Bockum-Hövel. In zentrumsnahen Stadtteilen sind hauptsächlich Baulücken verfügbar.
Welche Nebenkosten fallen beim Grundstückskauf an?
Rechne mit etwa 10 bis 15 % Nebenkosten: Grunderwerbsteuer (6,5 %), Notar- und Grundbuchkosten (circa 2 %), eventuell Maklerprovision (3,57 %), Bodengutachten (1.000 bis 2.500 Euro) und Vermessungskosten (1.000 bis 3.000 Euro). Bei einem Kaufpreis von 150.000 Euro fallen etwa 14.000 bis 22.000 Euro Nebenkosten an.
Brauche ich ein Bodengutachten?
Ein Bodengutachten ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber dringend empfohlen. Es kostet 1.000 bis 2.500 Euro und klärt Tragfähigkeit, Grundwasserspiegel und erforderliche Gründungsart. Ohne Gutachten riskierst du teure Überraschungen beim Bau. Viele Banken verlangen ein Gutachten für die Baufinanzierung.
Was steht im Bebauungsplan?
Der Bebauungsplan regelt Art und Maß der baulichen Nutzung, Bauweise, überbaubare Flächen, Dachform, Geschosszahl und weitere Details. Er ist rechtlich bindend und bestimmt, was du auf deinem Grundstück bauen darfst. Bebauungspläne kannst du im Geoportal der Stadt Hamm einsehen oder beim Stadtplanungsamt anfragen.
Wie groß sollte mein Grundstück sein?
Die optimale Größe hängt vom geplanten Haustyp ab: Reihenhaus 150 bis 250 m², Doppelhaushälfte 250 bis 400 m², freistehendes Einfamilienhaus 400 bis 800 m². Beachte die Grundflächenzahl (GRZ) im Bebauungsplan. Sie bestimmt, wie viel Prozent der Fläche bebaut werden dürfen.
Gibt es Förderungen für den Grundstückskauf?
Direkte Förderungen für den reinen Grundstückskauf sind selten. Für den Neubau gibt es KfW-Kredite (zum Beispiel Klimafreundlicher Neubau) und Programme der NRW.BANK. Die Stadt Hamm vergibt gelegentlich Grundstücke zu vergünstigten Konditionen an Familien. Das Baukindergeld ist ausgelaufen.
Was bedeutet "voll erschlossen"?
Ein voll erschlossenes Grundstück verfügt über alle notwendigen Anschlüsse: befestigte Straße mit Zufahrt, Wasser, Abwasser, Strom, eventuell Gas und Telekommunikation. Alle Erschließungsbeiträge sind bezahlt. Du kannst sofort mit dem Bau beginnen, ohne zusätzliche Erschließungskosten befürchten zu müssen.
Muss ich auf Altlasten achten?
In Hamm gibt es aufgrund der industriellen Vergangenheit Flächen mit möglichen Altlasten, besonders in ehemaligen Gewerbegebieten und Zechenbereichen. Fordere eine Altlastenauskunft bei der Unteren Bodenschutzbehörde an. Altlasten können die Bebaubarkeit einschränken und erhebliche Sanierungskosten verursachen.
Wie läuft der Kaufprozess ab?
Nach der Grundstückssuche und Besichtigung prüfst du Unterlagen (Grundbuch, Bebauungsplan, Erschließung), sicherst die Finanzierung und beauftragst einen Notar. Der Notar erstellt den Kaufvertrag, beurkundet ihn und veranlasst die Grundbucheintragung. Nach Kaufpreiszahlung und Eigentumsübertragung gehört das Grundstück dir. Der gesamte Prozess dauert etwa 2 bis 3 Monate.